HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER
Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.
Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe
HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 2/2026
Die Region unter Napoleon
Medienberichten zufolge sollen Schmeicheleien in der aktuellen Weltpolitik Konjunktur haben. Diese Beobachtung ist allerdings keine neue Erkenntnis in der Menschheitsgeschichte. Die Februar-Ausgabe der Heimatblätter dokumentiert das, gut 200 Jahre zurückblickend, in ihrer Hauptüberschrift so: „Der Herr Graf ist hochzufrieden, zukünftig einem Herrscher anzugehören, dessen hohe Eigenschaften durch ganz Europa strahlen“.
Worum geht es? Um dem Aufmacher-Artikel der Zeitschrift näherzukommen, sei hier der zweite Teil der Überschrift wiedergegeben: „Ein knappes halbes Jahrzehnt waren die (Hohen-)Limburger Untertanen des Kaisers Napoleon I.“ Autor Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach hat für seinen Beitrag über die französische Zeit der Region hochinteressante Dokumente des Landesarchivs NRW und des Landesarchivs Westfalen aufgespürt und ausgewertet. Er schreibt: „Vor sieben Generationen wurden die (Hohen-)Limburger von einem Tag auf den anderen Untertanen des französischen Kaisers Napoleon I. Wie so oft in der Vergangenheit, war auch diese territorialherrschaftliche Veränderung die Folge von Kriegsgeschehen. In diesem Fall die Expansionskriege Napoleons I. zu Beginn des 19.Jahrhunderts.“
Gehorsam- und Treueeid
Im Oktober 1806 begannen seine Armeen mit der Besetzung Westfalens. Die Besatzer unterstellten das Gebiet einem Generalgouverneur. Zum 21. Mai 1808 wurden alle weltlichen und geistlichen Amtsträger der Grafschaft Limburg nach Limburg beordert, um ihnen den Gehorsam- und Treueeid gegenüber dem neuen Landesherrn abzunehmen. Ende 1808 wurde aus der Grafschaft Limburg nach französischem Vorbild der Kanton Limburg mit den beiden Munizipalitäten (Mairien) Limburg und Ergste im Arrondissement Hagen des Ruhr-Departements gebildet. Die eingangs erwähnte Äußerung des „Herrn Grafen“ bezieht sich auf den letzten Regenten der Grafschaft Limburg, Graf Emil Friederich I. (1765 – 1837), der in Rheda residierte und nach der Herrschaft Napoleons in den Fürstenstand erhoben wurde.
Ihrer Chronistenpflicht nachkommend, liefert die neuste Ausgabe der Heimatblätter nachträglich die „Hohenlimburger Stadtchronik 2024, Teil 1“. Chronist Peter Mager blickt u. a. auf die Nutzung ehemaliger Flächen von Krupp in der Obernahmer, auf die Windenergieanlagen am Stoppelberg, auf das Container-Dorf für Geflüchtete am Kirchenberg und auf die Quartiersentwicklung in der Hohenlimburger Innenstadt.
Die Reihe der „Hohenlimburger Szenen“ bietet eine Rarität. Unter dem Titel „Industriestadt im Kranz grüner Wälder – oder: Frühes Umweltbewusstsein“, geht es um eine historische Ansichtskarte von Oege und Hohenlimburg, die mit Stempel des Postamts Hohenlimburg vom 7. Oktober 1914 mit einem bemerkenswerten Text nach Straßburg im Elsass geschickt wurde.
Die Abonnenten der Zeitschrift werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in der Unternahmer bei Weinhandlung Steinbach, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 45,00 EUR, einzeln 4,50 EUR.
wf


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