Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift “ HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

 

“Kohlentreiber auf der Lennestrasse um 1780”, Originalton 1930, als das gestellte Foto bei der 700-Jahr-Feier Hohenlimburgs aufgenommen wurde. Es ist Teil einer vom Festausschuss herausgegebenen Bilderserie. Foto: Archiv Heimatverein 

 

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

Heft 02/2019 der HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER:

Von Kohlentreibern in alter Zeit und Stoffdruckern bei Göcke & Sohn

Eine breite Themenvielfalt zeichnet die zweite Ausgabe des 80. Jahrgangs der Hohenlimburger Heimatblätter aus. Schon das Titelbild des Februarheftes, eine Szene von der 700-Jahr-Feier Hohenlimburgs 1930, kündet vom Thema des Aufmachers: Heimatfreund Winfried Törnig hat seinen Aufsatz „Die Kohlentreiber“ überschrieben und widmet sich „rauen Gesellen mit Kohlenstaub“. In alter Zeit sorgten sie durch Transporte von Kohlensäcken auf den Rücken ihrer Pferde oder von Gespannen mit Karren für ihren Lebensunterhalt und die Versorgung der Region mit diesem elementar wichtigen Brennstoff. Kolonnen von Kohlentreibern zog es zu den Bergwerken an der Ruhr und mit schwerer Fracht wieder zurück in unsere Gegend. Zur Versorgung der Vierbeiner waren an den Transportwegen Wasser- und Futtertröge aufgestellt. Die Treiber selbst unterbrachen ihre harte Knochenarbeit und kehrten in die vielen kleinen Wirtshäuser an der Strecke ein, wo „hochprozentige“ Getränke zur Motivation für die weitere, mühselig zu bewältigende Wegstrecke verzehrt wurden. Zu welchen Auswüchsen das führen konnte, ist bei Törnig nachzulesen.

Eindrucksvolle Abbildungen aus dem Geschehen rund um die Kohle in jener Epoche bis hin in die jüngere Vergangenheit veranschaulichen das Thema. Auch an den Kohlenklau in der bitteren Armut der frühen Nachkriegsjahre, im Volksmund „fringsen“ genannt – abgeleitet von dem Namen des verständnisvollen Kölner Erzbischofs Josef Frings -, erinnern die Fotos aus der Bildersammlung des Verfassers.        

Jubilarfeier 1949 bei der Göcke & Sohn AG

Siebenundvierzig Jahre nach ihrem Konkurs ist die einstmals im Weinhof angesiedelte Hohenlimburger Stoffdruckerei Göcke & Sohn AG Legende. Aus einer Hinterlassenschaft gelangte vor einiger Zeit ein werksseitig vor 70 Jahren erstelltes und aufwendig gestaltetes Fotoalbum über Jubilarehrungen in das Archiv des Heimatvereins. Widbert Felka hat sich nun intensiv damit beschäftigt. Die Fotoserie gibt interessanten Einblick in das Sozialgeschehen bei Göcke und Sohn im Jahr der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, 1949. Das Unternehmen unter Firmenchef Dr. Ludwig Göcke galt in den frühen Jahren der Bundesrepublik in Hohenlimburg als Vorbild auf dem Felde großzügiger sozialer Vereinbarungen zugunsten der Arbeitnehmer. Der Betriebsrat zeigte sich voll des Lobes. Ausdrucksstarke Aufnahmen von der Ehrung der Jubilare und Fotos von Beschäftigten an den Maschinen oder dem Packtisch werden erstmals in den Heimatblättern veröffentlicht. Ein heute ungewohnter Anblick aus vordigitaler Zeit ist die Aufnahme einer Angestellten im Schreibzimmer, die Aufzeichnungen auf einem Notizblock ordnet und mit der Schreibmaschine auf einem Firmenbriefbogen erfasst.

Franz Rose schließlich, Autor aus Menden, blickt 200 Jahre zurück. Napoleons Russlandfeldzug war gescheitert, seine Herrschaft bei uns brach zusammen. Der Verfasser titelt: „Wie die Franzosen 1813 durchs Sauerland flohen“.

Die Abonnenten der Heimatblätter werden die neuste Ausgabe wieder per Post erhalten. Im Einzelverkauf ist das Heft erhältlich bei der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße und in Hagen bei der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.

wf

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