Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Ansichtskarte um 1916 aus “Berchum b. Halden”, als Feldpost gerichtet an einen Angehörigen des Fußartillerieregiments Nr. 8 (Ausschnitt)
Foto: Archiv Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. 

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 3/2021

Heimatblätter im April: Bauernjunge aus Berchum kam zur „Besserung“ in die preußische Armee

Hohenlimburg. Anziehende dörfliche Idylle strahlt das Titelbild des Aprilheftes der Hohenlimburger Heimatblätter aus. Als Vorlage diente eine mehr als 100 Jahre alte Ansichtskarte mit dem Aufdruck „Berchum b. Halden“. Passend zur Örtlichkeit lautet das Titelthema: „Bauernjunge aus Berchum kam zur ‚Besserung‘ in die preußische Armee“. Der Historiker Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach geht dabei mehr als ein weiteres Jahrhundert zurück und stützt sich bei seiner Recherche auf eine Akte des Fürstlichen Archivs Rheda. Es geht um einen jungen Berchumer jener Tage, der bereits kleinere „Mausereien“ begangen hatte und auch größerer Diebereien verdächtigt wurde. Seine Berchumer Verwandten um den Schulten des Dorfes fürchteten um ihr gesellschaftliches Ansehen und „Schimpf und Schande“ erleben zu müssen. Als „bessernde Schule“ wurde die preußische Armee in den Blick genommen. Berchum war Teil  der Grafschaft Limburg, was zur Folge hatte, dass der Landesherr Graf Moritz Casimir II. von Bentheim-Tecklenburg seine Zustimmung erteilen musste. Die kleine Grafschaft gehörte nicht zu Preußen, das Ausland war. Letztendlich wurde der junge Mann 1791 für eine Dienstzeit von acht Jahren zwangsweise rekrutiert und der preußischen Garnison in Hamm zugeführt.  

Ein Brief aus dem Jahre 1946

Einer ganz anderen Art historischer Zwangsrekrutierung kam Josef Brink vom Heimatverein Hörstel im Münsterland auf die Spur. Darum geht es in dem Beitrag „Der Hohenlimburger Manfred Geiger und das Wehrmachtspferd“. Grundlage ist eine Akte über Kriegsschäden und Anträge auf Entschädigung im Stadtarchiv dieser Gemeinde. Darin findet sich ein Schreiben aus Hohenlimburg vom 12. September 1946. Absender war Manfred Geiger, der dazu beitragen wollte, ein von der Wehrmacht im Krieg requiriertes Pferd seinem Eigentümer zurückzugeben. Darüber berichtet der Heimatfreund aus dem Kreis Steinfurt, ergänzt um eine Einordnung des Hohenlimburgers Peter Mager.

Einen Teil der Erinnerungen an die Kriegsjahre in Letmathe des Autors Gerd Feller kennen die Leser der Heimatblätter bereits. Sein Vater war als Chirurg Chef des Teillazaretts im Marienhospital. In der jetzt veröffentlichten Folge, wiederum packend geschrieben, geht es u. a. um den Einmarsch der Amerikaner im April vor 76 Jahren.

Der Baum des Jahres 2021

Dem Naturschutz ist der Beitrag über den Baum des Jahres 2021 gewidmet, die Stechpalme (Ilex). Ihre roten Früchte sind wertvolle Nahrungsquelle für Amseln und als Wintergäste von weither durchziehenden Verwandten, wie etwa Rotdrosseln.

In den „Hohenlimburger Szenen“ schließlich stellt Widbert Felka ein vor der Kulisse des Kalksteinbruchs in Oege um 1930 aufgenommenes Foto vor: „Erfrischungshalle, ‚Sambabude‘ und unfreiwillige Eisenbahnfahrt im alten Oege“.   

Die Abonnenten der Zeitschrift haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.

wf

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