Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Die bei dem Luftangriff am 28. Februar 1945 stark beschäftigte Fuhrparkbrücke in Hagen, fotografisch aufgenommen im Sommer 1946 von Willy Lehmacher. Erst im Jahre 1959 konnte an dieser Stelle eine neue Brücke eingeweiht werden.
Foto: Stadtarchiv Hagen

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 2/2021

Erster Tagesangriff auf Hagen am 28. Februar 1945

Hohenlimburg. Die jetzt vorgelegte Februarausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn ist ein thematisches Schwerpunktheft, das sich einem schicksalsschweren Tag in  der Stadtgeschichte Hagens widmet. Mit über 90 Seiten und über 40 Abbildungen zum Thema weist es einen außergewöhnlichen Umfang auf. Es geht um ein Geschehen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.

Die letzten Monate und Wochen des Kriegs waren die verlustreichsten im gesamten Kriegsverlauf. Der Vormarsch der alliierten Truppen, die seit Oktober 1944 im Westen und Osten bereits auf deutschem Reichsgebiet kämpften, konnte nach der gescheiterten „Ardennenoffensive“ durch die Wehrmacht nicht mehr aufgehalten werden. Begleitet wurde der Vormarsch der alliierten Truppen von schweren Luftangriffen auf Stadtgebiete, Eisenbahn- und Industrieanlagen. Im Februar 1945 hatten die US-amerikanischen und britisch-kanadischen Verbände den Rhein zum Ziel. In den Operationen „Veritable“, „Grenade“ und „Blockbuster“ drangen sie zum Monatsende bis an den Rhein vor. Schwere Luftangriffe der US-amerikanischen und britischen Bomberverbände sollten den Nachschub der Wehrmacht an Truppen und Material in das Vormarschgebiet unterbinden.

Am letzten Tag des Monats, am 28. Februar 1945, bombardierten über 1.200 viermotorige Bomber der 8. US-Luftflotte neben Kassel auch mehrere Verschiebebahnhöfe und Bahnviadukte im Einzugsbereich des Ruhrgebiets. Darunter waren auch die weitläufigen Eisenbahnanlagen, die sich zwischen dem Hagener Hauptbahnhof und den Stadtteilen Eckesey, Altenhagen und Boelerheide erstrecken. In dem umfangreichen, mit zahlreichen Quellen gesättigten Beitrag untersuchen die beiden Historiker Dr. Ralf Blank und Andreas Korthals M.A. den Luftangriff auf Hagen. Über 150 viermotorige B-17 „Flying Fortress“-Bomber flogen aus Südöstlicher Himmelsrichtung an. Sie warfen mittels Funkleitführung über 400 Tonnen Spreng- und Brandbomben ab. Die „Bombenteppiche“ trafen vor allem den Stadtteil Eckesey. Dort fanden mindestens 380 Menschen den Tod, der überwiegende Teil wurde außerhalb der Luftschutzräume getötet. Anhand von Quellen- und Fotomaterial aus dem National Archiv bei Washington, aus dem Bundesarchiv in Freiburg und dem Stadtarchiv Hagen entsteht ein detailliertes Bild des Luftangriffs, seiner Vorbereitungen und der Durchführung sowie der Auswirkungen und Folgen.

Die Abonnenten der Zeitschrift haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Der Preis des Februarheftes beträgt 5,00 EUR, im Jahres-Abo kostet die Monatszeitschrift 42,00 EUR.       

          wf

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