Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Das Ehrenmal der einstigen Gemeinde Holthausen, heute Stadt Hagen. Foto: Widbert Felka, 29. Mai 2010

 

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

Heft 11/2019 der HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER:

Heimatblätter: Nachdenkliche Themen im Novemberheft

Die stillen Gedenktage Allerheiligen, Volkstrauertag und Totensonntag prägen den Monat November. Der Jahreszeit gemäß, überwiegen in der neuen Ausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter die mit Leid und Trauer verbundenen Themen. Dr. Ingo Fiedler, einstmals und langjährig Stadtheimatpfleger von Dortmund, stellt seinen Aufmacher-Artikel unter die Überschrift „Mit der Fremdenlegion nach Dien Bien Phu – Dokumente zum Ende Europäischer Kolonialgeschichte“.

Ausweg französische Fremdenlegion

Es war eine Verbindung unter Briefmarkenfreunden über Grenzen hinweg, die in den frühen 1950er Jahren zu einem ungewöhnlichen Kontakt zwischen zwei Sammlern unterschiedlicher räumlicher Gebiete führte. Der eine, Karl, bot Marken der jungen Bundesrepublik und der DDR zum Tausch, der andere, Willi, solche aus Frankreich und Nordafrika. An die kam er als Angehöriger der französischen Fremdenlegion. Willi war bei Kriegsende im zusammengebrochenen Deutschland ohne Ausbildung und sah für sich keine Perspektive, als er sich in einem Werbebüro in der französischen Zone zur Legion verpflichtete. Die ersten Karten an seinen neuen Briefpartner in Deutschland kommen aus Algerien und Nordafrika. Danach geht es für den Legionär nach Indochina, wo Krieg herrscht. Sein Regiment wird in Vietnam eingesetzt. Briefe, Fotos vom Kriegsgeschehen und Ansichtskarten an den fernen Briefmarkenpartner spiegeln eindrucksvoll eine weit zurückliegende Zeit. Verwundet 1953, veranlassen ihn die heftigen Kämpfe im Jahre 1954, seine komplette Sammlung aus Vietnam an seinen Partner in Deutschland zur Aufbewahrung zu schicken. Kontakte zur eigenen Familie waren längst abgebrochen, Karl seine einzige Vertrauensperson. Kennenlernen sollte er ihn nie: Im Kampfgeschehen bei Dien Bien Phu ist Fremdenlegionär Willi in jenem Jahr gefallen. Die Legion hatte dem Schreiben an seinen Briefmarkenpartner in Deutschland eine Beförderungsurkunde zum Corporal beigelegt.

Tod beim Luftkampf in Frankreich

„Vom jugendlichen Ruhm eines Radrennfahrers in den 1930er Jahren und seinem frühen Tod“ kündet der nachdenkliche Titel der Serie der „Hohenlimburger Szenen“. In deren Mittelpunkt steht ein Hohenlimburger Radrennfahrer, der in jungen Jahren eine große Popularität in der Region erlangen und den sein Weg bis hin zu den legendären Sechs-Tage-Rennen in der Dortmunder Westfalenhalle führten sollte. Eine bisher etwas rätselhafte Autogrammkarte um 1934 im Fundus des Heimatvereins konnte nun zugeordnet, ihr Aufdruck entschlüsselt werden: „Alfred Mattheus, Hohenlimburg i. W. fährt nur Gold-Rad“, steht unter dem Foto des etwa 19jährigen Radrennfahrers im Trikot. Wenige Jahre später kommt er als 24jähriger Flieger-Unteroffizier 1940 bei einem Luftkampf in Frankreich ums Leben. Alfred Mattheus wurde auf dem deutschen Soldatenfriedhof Andilly/Dep. M. et. M. in Frankreich zur letzten Ruhe beigesetzt.  

Einmal mehr steuert Chronist Peter Mager ein interessantes Kapitel der „Hohenlimburger Stadtchronik“ bei. Sein Text und die aussagekräftigen Fotos führen in die erste Hälfte des Jahres 2019. Ob „Lärmsanierung“ an der Bahnlinie Hagen-Siegen, Stabwechsel bei der CDU-Ortsunion, die spannende Entwicklung um die Höchstspannungsleitung quer durch Elsey oder die Entwicklung rund um den Kalksteinbruch am Steltenberg: Eindrucksvoll gelingt es Mager, das jüngste Kapitel der Ortsentwicklung nachzuzeichnen.   

Die Abonnenten der Heimatblätter werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post   erhalten. Im Einzelverkauf  ist das Heft wieder erhältlich bei der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße und in Hagen bei der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.  

wf

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Heft Nr. 1 1926

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