Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Haus Letmathe, Teilansicht mit Turm und Kranich über dem Rundbogentor. Foto: Widbert Felka, 5. Februar 2020

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

Hohenlimburger Heimatblätter, Heft 4/2020

Haus Letmathe, eine historische Brückenmaut und die Heimatblätter-Bibliographie

Wie das gesamte gesellschaftliche Leben derzeit ruht, sind auch alle Veranstaltungen des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. bis auf weiteres abgesetzt worden. Die Aprilausgabe seiner Zeitschrift, der „Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn“, aber ist erschienen. Das Monatsheft unterstreicht einmal mehr den Anspruch, heimatkundliche Themenfelder in diesem Großraum abzudecken. Das zeigt schon die Vielzahl der aktuellen Autoren aus Hohenlimburg, Letmathe, Hagen, Iserlohn und Herdecke. Das ausdrucksstarke Titelfoto zum Aufmacher deutet an, dass die Heimatblätter Letmathe die Reverenz erweisen: „Die Familien Pütter, Ebbinghaus und Overweg – Die bürgerlichen Besitzer von Haus Letmathe von 1812 bis 1918“ lautet der Titel des von dem Letmather Historiker Peter Trotier verfassten Aufsatzes. Er leitet ihn so ein: „Mitten in den Wirren der napoleonischen Kriege brachte das Jahr 1812 für das Dorf Letmathe an der unteren Lenne eine bedeutsame Veränderung. Moritz von Brabeck (1742 – 1814) verkaufte seinen westfälischen Besitz, darunter auch das Rittergut Haus Letmathe mit seinem gesamten Zubehör.“

Wer die namhaften bürgerlichen Besitzer des Herrenhauses im dann folgenden Jahrhundert waren, legen diese und die nächste Folge der Heimatblätter offen. Ein weiterer Autor ist Bernd Pollmeier, nicht nur in Letmathe gut bekannt. Sein Kurzbeitrag lautet: „Glück gehabt – Kriegserlebnis in der Heimat“. Es geht um die letzten Kriegstage vor 75 Jahren.  Und der Altmeister der Literaten der Region, Ernst Dossmann, steuert „eine Prise Iserläuner Platt“ bei: „En Opdrag füor’m Enkel odder en Gespräik unner Männern“. Der Geschichte liegt eine im „Literaturkreis Franzosenhohl“ gestellte Aufgabe zugrunde.  

Ehrengrabschild für jüdischen Kinderarzt

Westlich von Hohenlimburg spielte sich Anfang des 19. Jahrhunderts ein Ereignis ab, das der Herdecker Historiker Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach auf der Grundlage einer Akte des Hagener Stadtarchivs textlich aufbereitete: „Mautpflichtige Marktbrücke in Hagen mit Konkurrenz – Brückengeldempfänger drohte Verlustgeschäft“. Bleiben wir in der Großstadt: Ergriffen erfährt der Leser von dem Schicksal des jüdischen Kinderarztes Dr. Julius Isidor Stargardter, der in der Zeit des NS-Unrechtsregimes in Hagen sein Leben verlor. Auf dem Friedhof Delstern wurde nun durch ein Ehrengrabschild seiner gedacht.

Die Reihe der „Hohenlimburger Szenen“ beschließt die breite Themenpalette des Aprilheftes und widmet sich einem Aspekt der nun 100jährigen Geschichte des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. Der Rückblick in die zweite Hälfte der 1990er Jahre befasst sich mit der damals unter großem Aufwand erstellten „Bibliographie 1926 – 1996“ der Hohenlimburger Heimatblätter.          

Die Abonnenten der Heimatblätter werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Im Einzelverkauf  ist sie wieder erhältlich bei der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße und in Hagen bei der Buchhandlung am Rathaus. Auch am Letmather Bahnhof ist das Heft zu bekommen: am Kiosk von „Bahnsteig 42“. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.  

wf

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