Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Hohenlimburg. Hagener Chaussee, Ansichtskarte (Ausschnitt), Feldpost vom 19. Mai 1915, Verlag Woldemar Schmidt, Hohenlimburg

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 6/2021

Vom Bahnübergang Stennertstraße und der ersten Straßenbahn auf der alten Bogenbrücke

Hohenlimburg. Man muss schon dem Seniorenalter sehr nahe sein, um ihn noch erlebt zu haben, den Bahnübergang Stennertstraße. Vor 50 Jahren, am 14. Mai 1971, wurde er für immer geschlossen. Mehr als doppelt so lange, 112 Jahre, war er die gewachsene Verbindung zwischen dem Hohenlimburger Stadtkern und der jenseits der Bahnlinie beginnenden Hagener Straße, die später zur Hohenlimburger Straße werden sollte. Ebenso führte der Bahnübergang zur Jahnstraße und in die Wohngebiete unterhalb des Raffenbergs. Seine Aufhebung war die Folge der zugleich eröffneten neuen Bahnüberführung.

Die Juni-Ausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter macht das Ende des Bahnübergangs zum Thema. Schon zehn Jahre vor dem Ereignis hatte der letzte Baurat in der Geschichte der Stadt Hohenlimburg, Ludwig Pieper, in einem Text unter dem Titel „Hohenlimburg heute und morgen“ die problematische Verkehrssituation an der schon damals stark befahrenen Ruhr-Sieg-Strecke in Höhe des Bahnübergangs Stennertstraße beleuchtet. Dass die Medaille zwei Seiten hat, arbeitet der Beitrag auch heraus: Die Wohngebiete jenseits der Stennertstraße wurden mit der Aufhebung des schienengleichen Bahnübergangs von der direkten Verbindung zum Hohenlimburger Zentrum zwangsläufig abgehängt.

Vom Gasthof Möller

Das Sinnbild mit den zwei Medaillenseiten wiederholt sich In einem Exkurs, in dem Widbert Felka den Blick auf die nahezu 50 Jahre später errichteten Schallschutzwände an der Bahnlinie richtet. Er ist es auch, der in der Reihe “Zur Schenke – Alte Wirtshäuser in Hohenlimburg“ der Historie des dem alten Bahnübergang gegenüberliegenden Bauwerks nachgeht, das unter dem heutigen Namen „Restaurant Mykonos“ längst eine eigene Geschichte hat: „Vom Gasthof Möller an der Hagener Chaussee“.

Nicht weit davon entfernt liegt ein weiteres historisches Lokal, die Gaststätte  und Bäckerei Hünenpforte. Es war das Elternhaus des einstigen Schauspielers Felix alias Heinz Schorlemmer, dessen Spuren bis in die 1960er Jahre reichen. Von Wilhelm Bleicher getextete „Erinnerungen an Felix Schorlemmer“, ergänzt um aussagekräftige Abbildungen,  veröffentlicht die neue Ausgabe der Heimatblätter posthum.   

Dem „Ehrenpokal für den Bürgermeister Wilhelm Pannewitz“ widmet sich Ralf Blank in der Reihe „Objekt des Monats aus dem Bestand des Stadtmuseums Hagen“. Der 1876 so Geehrte ist in die Geschichtsschreibung eingegangen vor allem unter dem Titel „Amtmann Pannewitz“, was auf seine Rolle als Vorsteher des alten Amtes Limburg im 19. Jahrhundert abzielt, das neben dem Hauptort (Hohen-)Limburg auch die Gemeinden Elsey, Letmathe und Oestrich umfasste.

In der Reihe „Hohenlimburger Szenen“ schließlich geht es u. a. um die alten Bogenbrücke über die Lenne: „Als die erste Straßenbahn über die Stennertbrücke fuhr“. Widbert Felka widmet sich einem Foto aus dem Jahre 1906 und der alten Straßenbahnlinie 1 der Iserlohner Kreisbahn, die von Hohenlimburg über Letmathe und Iserlohn nach Hemer führte. In dieser Tradition steht die heutige Buslinie 1 der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG).  

Die Abonnenten der Zeitschrift haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.

wf

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