Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Das Wasserschloss Rheda in einer Aufnahme aus dem Jahre 2012. Foto: Heimatverein Rheda 

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 9/2020

Geheimnis um historische Gartenkunst am Hohenhof

Hohenlimburg. Der von dem renommierten belgischen Architekten Henry van de Velde geplante Hohenhof am Stirnband im heutigen Hagener Stadtteil Eppenhausen, errichtet von 1906 bis 1908, gilt als Gesamtkunstwerk. Teil dieses Kunstwerks war zu Lebzeiten des Bauherrn Karl Ernst Osthaus der Garten des Anwesens. Und der birgt ein Geheimnis. Dem geht Michael Eckhoff in der Septemberausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter nach.

Bekannt ist, dass Osthaus in jenen Jahren auf den in Hamburg tätigen angesehenen Gartenarchitekten und –theoretiker Leberecht Migge aufmerksam geworden war. Als es einige Jahre nach Errichtung des Hohenhofs um Veränderungen im Außenbereich ging, fiel Osthaus‘ Wahl auf ihn. Das behagte van de Velde zwar ganz und gar nicht, doch wurde Migge am Hohenhof tätig. In welchem Umfang das geschah, ist heute die Frage. Die Außenanlage des Komplexes veränderte sich in dem seither vergangenen Jahrhundert so sehr, dass es sich als äußerst schwierig erweist, deren alte Gestalt herauszufinden. Die LWL-Archäologie für Westfalen und die Bereiche Kultur und Denkmalpflege der Stadt Hagen suchen nach alten Ansichten, soll doch der Hohenhof-Garten im Rahmen der im Ruhrgebiet vorgesehenen Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 soweit wie möglich unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiert werden. Bitte melden, appelliert der Hagener Stadtheimatpfleger an sachkundige Bürger.

Unter dem Titel „Koloniale Spuren“ befasst sich Autor Eckhoff in einem weiteren Beitrag mit einem fast völlig unbekannten Kapitel der Hagener Stadtgeschichte. In den Blick wird es gerückt durch Arbeitsergebnisse des Lehrgebiets „Geschichte Europas in der Welt“ der Fernuniversität Hagen, in Form eines Buches und einer Stadtkarte öffentlich zugänglich gemacht.

Kompakt und aussagekräftig bebildert, berichtet Peter Mager über die Jahreshauptversammlung des nun 100-jährigen Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg. Bleibende Eindrücke hinterließ ein Besuch im Stadtarchiv Hagen, einem der größten Kommunalarchive in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Reiseprogramm im Berichtsjahr stand ein Besuch von Rheda-Wiedenbrück mit dem Wasserschloss Rheda, dem Sitz des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg.

Erinnerung an die Bergung des Kenotaphs im Schlossgarten  

Die Reihe der „Hohenlimburger Szenen“ schließlich ruft ein Engagement von bleibender Bedeutung aus den 1980er Jahren in Erinnerung. Es geht um die Bergung eines Kenotaphs, eines Scheinsargs, im Unterholz des verwilderten Gartens von Schloss Hohenlimburg jener Zeit. Damals fand dieser steinerne Zeitzeuge aus dem 19. Jahrhundert im Innenhof des Schlosses einen neuen Standort.     

Die Abonnenten haben die neuste Heimatblätter-Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Erhältlich ist das September-Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 3,50 EUR.

wf

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