Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Der Danzturm in Iserlohn, kolorierte Tuschezeichnung von Ernst Dossmann, um 2020. Foto: Archiv Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V.

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 4/2026

Ernst Dossmann, Steyler Mission und Heuer-Ampel

Die Themenpalette des April-Heftes der Heimatblätter ist breit. Zudem deckt es einen weiten Raum ab, der von Iserlohn über Hohenlimburg bis Dortmund reicht. Der Aufmacher widmet sich dem Architekten, Heimatpfleger, Schriftsteller und Maler Ernst Dossmann (1926 – 2022), der im April 100 Jahre geworden wäre.

Es war der ehemalige Stadtheimatpfleger von Dortmund Dr. Ingo Fiedler, den der Hohenlimburger Heimatverein schon im vergangenen Jahr für eine posthume Würdigung des Iserlohners Ernst Dossmann, Ehrenmitglied des Vereins, gewinnen konnte. Fiedler wurde 2004 Nachfolger Dossmanns als Verwaltungsratsvorsitzender des Westfälischen Heimatbunds (WHB) in Münster. Sie verband seither eine auf gegenseitiger Wertschätzung beruhende Freundschaft, die über das zeitversetzte Ausscheiden beider aus den Gremien des WHB andauern sollte. Das Schicksal brachte es mit sich, dass es Ingo Fiedler nicht mehr vergönnt war, die aktuelle Ausgabe der Heimatblätter in Händen zu halten: Unerwartet starb der Autor der Zeitschrift am 21. November 2025. Widbert Felka widmet ihm in der neuen Ausgabe einen Nachruf.

Gescheiterte Gründung eines Missionshauses in Letmathe
Einmal mehr wenden sich die Heimatblätter den nahen Nachbarn in Letmathe zu. Historiker Peter Trotier, bewährter Autor der Heimatblätter, legt ein unbekanntes historisches Vorhaben offen: „Die gescheiterte Gründung eines Missionshauses der Steyler Missionare in Letmathe“. In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts gab es intensive Bemühungen der Steyler Mission, neben dem ein paar Jahre zuvor im preußischen Schlesien errichteten Missionshaus ein weiteres in Letmathe zu gründen.

Sehr packend schreibt Peter Trotier über „Die Mitspieler und ihre Motive“. Auf der einen Seite der Protagonisten nennt er den Gründer des in Steyl (Holland) entstandenen Missionswerks, Arnold Janssen, sowie den Letmather Pfarrer Wilhelm Klagges. Als ihr Gegenspieler wird u. a. August Overweg, Besitzer von Haus Letmathe und Landeshauptmann von Westfalen, identifiziert. Als Örtlichkeit für die Ansiedlung eines Missionshauses wurde das noch unbebaute Stübbeken in den Blick genommen. Letztendlich scheiterte das Vorhaben an den Widerständen im preußischen Machtapparat.

Die legendäre Heuer-Ampel spielt eine Rolle in der Reihe der „Hohenlimburger Szenen“. In der aktuellen Folge geht es um „Straßenbahnwagen an der Kreuzung Stennertstraße“. Um 1953 hing über dieser Kreuzung eine solche Ampel. Die Eigenart der in der Grüne bei Letmathe entwickelten Ampel war, dass sich ihr Zeiger wie der einer Uhr bewegte: Vom grünen Feld wanderte er ins rote Feld und so fort.    

Die Abonnenten der Zeitschrift werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in der Unternahmer bei Weinhandlung Steinbach, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 45,00 EUR, einzeln 4,50 EUR.            

wf

 

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