Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Limburg an der Lenne, um 1810. Landschaftsmalerei (Ausschnitt) von Bleuler, 19. Jahrhundert, Blickrichtung Nordwest, rechts Oeger Stein, Hintergrund Raffenberg

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 3/2026

Von Oege und dem alten Limburg

Angler und Fischer hatten sich aufgemacht, um an der Lennebiegung des Oeger Steins ihr Glück zu suchen. Von der noch tiefstehenden Sonne beschienen sind zu früher Stunde im Hintergrund nur die Ostseiten der sich im Wasser spiegelnden Gebäude des Örtchens Limburg mit dem Bentheimer Hof. Um 1810 hielt der Landschaftsmaler Bleuler diese Szene im Bild fest. Ein Ausschnitt davon ziert die Titelseite der neuen Ausgabe der Heimatblätter.

Erst gegen Ende jenes Jahrhunderts wurde jene Frau aus kleinen Verhältnissen geboren, der Autorin Ulrike Knuf im Märzheft ein Denkmal setzt: Für ihre Urgroßmutter Wilhelmine Oschmann geborene Bayer aus Berchum lebte die 1815 aufgehobene Grafschaft Limburg nach. Man identifizierte sich noch mit der „Limmergschen Herrlichkeit“, etwa zu übersetzen mit „Limburger herrschaftliches Gebiet“. Ihr früh verstorbenen Ehemann Karl Oschmann war der Nachfahre armer pfälzischer Bauersleute, der auf der Suche nach Broterwerb im „limmergschen“ Gebiet hängengeblieben war. Beim Limburger Fabrik- und Hüttenverein hatte er Arbeit gefunden. Vier Kinder gingen aus der Ehe hervor. Als Witwe lebte die „olle Minna“, wie sie in der Familie genannt wurde, in kargen Verhältnissen in einer Dachstube an der Schranke in Oege.

Womit die Verbindung mit dem Oege späterer Zeiten hergestellt ist: „Am Sonnenberg“ lautet der Titel der Reihe „Hohenlimburger Szenen“. Der Beitrag von Widbert Felka widmet sich der Geschichte dieses Gebiets. Die Bebauung mit Schwerpunkt in den 1950er Jahren stand im Zusammenhang mit den damaligen Werken von Hoesch in Oege. Den Abschluss bildet ein eindrucksvolles Foto „Oege aus der Luft“.

Blick nach Letmathe
Immer wieder blicken die Heimatblätter gern zu den Nachbarn östlich von Hohenlimburg: „Letmathe einst und jetzt“ lautet der Titel des vom Heimatverlag Letmathe herausgegebenen neuen Buchs. Dr. Patrick Dornhoff und Stefan vom Hofe vom Geschichtskreis Letmathe zeichnen verantwortlich. Unter der Überschrift „Unsere Städte verändern sich ständig“ schreibt Rezensent Peter Trotier zur Arbeit der beiden Autoren: „Sie kontrastieren alte Aufnahmen aus Letmathe (und den 1956 zum Kernort dazugekommenen Stadtteilen) mit dem heutigen Zustand. Jeder, der den Band in die Hand nimmt, findet viel Freude beim Stöbern und Vergleichen, beim Nachlesen und (vielleicht) Nachfragen.“         

Nicht unerwähnt bleiben darf ein Aufsatz von Ingo Fiedler zur „schwarzen Hand von Hohenlimburg“. Eine „rechtsgeschichtliche Überlegung“ überschreibt er seine vertiefenden Betrachtungen zu einem alten Thema und zieht Vergleiche mit andernorts als „Leibzeichen“ aufbewahrten mumifizierten Händen.   Das breite Themenspektrum der Monatsschrift untermauert der ornithologische Beitrag „Nordische Wasservögel in Hagen“. Fabian Dietz schildert winterliche Beobachtungen auf dem Hengsteysee.    

Die Abonnenten der Zeitschrift werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in der Unternahmer bei Weinhandlung Steinbach, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 45,00 EUR, einzeln 4,50 EUR.            

wf

 

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