Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Hagen Hauptbahnhof, kolorierte Ansichtskarte (Ausschnitt), Poststempel Hagen 13.1.[19]26, Repro-Foto: Widbert Felka (Archiv Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V.)                                                                                                          

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 8/2026

Mundart, Mohn und Brückenschlag

Die niederdeutschen Mundarten, das Plattdeutsche, in Südwestfalen und besonders in der Stadt Hagen samt seiner Randbezirke befinden sich nicht nur im Rückgang, sondern sind im Inbegriff völlig auszusterben. Dies ist keine Neuigkeit. Die Situation des Niederdeutschen in Hagen erscheint allerdings noch dramatischer, da die Existenz des lokalen Plattdeutsch zumindest der Generation ab schätzungsweise 1970 größtenteils völlig unbekannt ist.

So steigt Fabian Dietz im August-Heft der Heimatblätter ins Thema ein, das lautet: „Die niederdeutschen Mundarten des Hagener Raums im öffentlichen Bewusstsein“. Der Autor  hat einen Ansatz der Bewusstseinsbildung. So macht er etwa auf Hagener Straßennamen mit plattdeutscher Grundlage aufmerksam, wie etwa „Im Löhken“ (Im Wäldchen / im kleinen Gehölz) „Am Strötken“ (Sträßchen) „Wienbrauk“ (Weidenkamp) aufmerksam. Nur vereinzelt gibt es noch andere Spuren des Plattdeutschen im Ortsbild, so etwa an der Pauluskirche in Wehringhausen. Dort lautet eine alte Einprägung im Mauerwerk: „Pastoer sien Rink“ (Ring des Pastors). Das Foto dazu zeigt unter der historischen Inschrift tatsächlich einen über die Jahrzehnte erhaltenen Befestigungs-Ring.  

Gelb blühender Waldmohn am Schlossberg
Martin Schlüpmann, namhafter Biologe aus Hohenlimburg, berichtet von einem „Neubürger“ im Pflanzenreich des Hagener Raums: „Waldmohn –   Papaver cambricum“: Die Art ist atlantisch verbreitet, ihre Heimat sind der Norden Spaniens, Frankreich und die Britischen Inseln. Als ausdauernde Zierpflanze ist die attraktive Art in manchen Gärten gesät bzw. gepflanzt und so weit verbreitet worden.

Die derzeit größte bekannte Population der Region findet sich am Hohenlimburger Schlossberg.  Schlüpmanns erste Beobachtung dort geht auf Jahr 2014 zurück. Das Besondere dieser Mohnart ist, dass seine Blüten gelb oder orange sind.  

Brückenschlag 1956
„Mit dieser Brücke wird ein alter Traum der Bevölkerung des Nahmertals und von Oege erfüllt, plante man doch schon im Jahre 1895 die Errichtung einer derartigen Verbindung.” Zitiert wird hier der Heimatblätter-Chronist des Jahres 1954. Er dokumentierte, dass die Stadt Hohenlimburg in jenem Jahr den Auftrag für den Bau der Brücke Nahmer – Oege vergeben hatte, „… und zwar an die weltbekannte Brückenbaufirma Jucho-Dortmund. Entgegen der zunächst geplanten Betonbrücke soll eine Stahlbrücke erbaut werden.” Widbert Felka stellt das historische Geschehen in einen größeren Zusammenhang, ging es vor 70 Jahren doch auch um den Plan einer „inneren Umgehungsstraße“ zur Entlastung des damals noch befahrbaren Stadtkern von Hohenlimburg als Nadelöhr.

Die Abonnenten der Zeitschrift werden die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in der Unternahmer bei Weinhandlung Steinbach, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 45,00 EUR, einzeln 4,50 EUR.            

wf

 

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