Heimatblätter

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift „HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER“ unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet.

Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Andreas-Brauerei in Hagen-Haspe, März 1953: Frauen an der Dosenbier-Abfüllanlage, „Andreas Edel Pils”. Foto: Stadtarchiv Hagen (Fundus Willi Lehmacher)

Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe

HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 6/2024

Vom Feuersalamander und von berufstätigen Frauen vor 60 Jahren
Einmal mehr unterstreichen die Heimatblätter aus Hohenlimburg ihre Kompetenz  auch auf Themenfeldern, die über die Heimatforschung im engeren Sinne hinausreichen. Soziologie und Biologie stehen im Mittelpunkt der Juni-Ausgabe. Unter dem Titel „Berufstätige Frauen in den 1960er-Jahren in der Bundesrepublik Deutschland“ beleuchtet Marion Nöldeke historische und gesellschaftliche Aspekte zum Thema. Der Biologe Martin Schlüpmann bringt Licht ins Dunkel einer im Verborgenen lebenden Lurchenart: „Der Feuersalamander  – Wissenswertes über einen bedrohten Bewohner heimischer Wälder“.

Der Reihe nach. Verfasserin Nöldeke: „Anfang der 1960er-Jahre war die gesellschaftlich übliche Idealvorstellung der Rolle der Frau das Modell der nicht berufstätigen Hausfrau und Mutter.“ Wie die Autorin ausführt, mussten jedoch viele Frauen in der Bundesrepublik neben ihrer familiären Tätigkeit aus unterschiedlichen Gründen einem bezahlten Beruf nachgehen. Sie schreibt: „Warum waren die Frauen berufstätig? Und wie sah der zeitgenössische Kontext von Wirtschaft und Gesellschaft aus?“ In Ihrem Fazit werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und ein Blick auf auch heutzutage noch bestehende Herausforderungen berufstätiger Frauen geworfen. Historische Fotos von Frauen an ihren Arbeitsplätzen in jenem fernen Jahrzehnt illustrieren den Beitrag.

Gift und Feuer
So lautet der plakative Untertitel der Abhandlung von Martin Schlüpmann über den Feuersalamander. Mit Erstaunen vernimmt der Leser, dass in früheren Jahrhunderten die Menschen annahmen, der Salamander könne Feuer löschen oder lebe sogar im Feuer: „Die vermeintliche Beziehung des Salamanders zum Feuer lässt sich bis weit ins Altertum zurückverfolgen.“ Hervorragend bebildert und verständlich formuliert, vermittelt der Beitrag Bemerkenswertes: „Der Salamander ähnelt nur entfernt einer Eidechse, aber tatsächlich sprechen nicht nur Kinder manchmal von einer Eidechse, wenn es um einen Salamander geht. Dabei gehören Salamander und Echsen zu zwei völlig getrennten Wirbeltierklassen. Echsen sind Reptilien oder Kriechtiere, Salamander dagegen Amphibien oder Lurche.“

Geschichtsquelle des Monats
Das Juni-Heft eröffnet zudem eine neue Serie: „Geschichtsquelle des Monats aus dem Bestand des Stadtarchivs Hagen“. Die erste Folge befasst sich mit einer „Lithographie der Eisenbahn-Wagenfabrik Killing & Rath“ von 1869, die einst in Hagen angesiedelt war. Zum guten Schluss geht es um einen „Wohlfühl-Faktor Café 1950“. Erinnert wird an das einstige Café Rosenkranz an der Iserlohner Straße in Elsey.

Die Abonnenten der Zeitschrift haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post  erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 42 EUR, einzeln 4,00 EUR.

wf

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Eine Zeitschrift mit Tradition

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